Hey Leute,

mein erstes Ausbildungsjahr ist vorbei und es ist nun an der Zeit, zurückzuschauen und zu schildern was ich bis jetzt bei der SLW erlebt habe.

Die Auszubildenen der SLW durchlaufen viele Abteilungen, was eine super Sache ist. Das heißt dass wir während unserer Ausbildung nicht nur das Lager zu Gesicht bekommen, sondern auch einige kaufmännische Bereiche kennenlernen dürfen. Wir werden also zu richtigen Allroundern ausgebildet.

Dennoch ist die erste Station als Auszubildende Fachkraft für Lagerlogistik das Lager, um die Basics zu erlernen wie unser Umschlagslager überhaupt funktioniert.

Fast alle Aufgaben im Lager werden mit dem Stapler bewältigt und um zu Beginn ein gewisses Fahrgefühl zu bekommen, war es meine Aufgabe Palettenware zum Stauen vorzustellen. Unsere Gänge wirkten auf mich als Grünschnabel teilweise sehr eng und die Paletten auf den Zinken sehr wackelig. Dies legte sich aber nach einigen Tagen der Fahrpraxis und ich wurde immer sicherer.

Das Entladen von Güterwagen und LKW’s war meine nächste Aufgabe. Hierbei war besonders darauf zu achten, dass nichts an der Ware beschädigt wird. Die Paletten haben teilweise unterschiedliche Maße und die Zinken des Staplers sind schon mal gerne etwas länger, weshalb man schon eine gewisses Augenmaß benötigt. Auch dies war für mich nach einiger Zeit kein Problem.

Kommen wir nun zur Königsdisziplin, dem Stauen von Containern. Hier wird die Ware mit dem Stapler möglichst formschlüssig im Container verstaut und mit dementsprechenden Staumaterial (Staupolster, Holzgatter und Balken) gesichert. Mir wurde gezeigt wie viele Paletten von welchem Maß in einen Container passten, welche Maße miteinander kombinierbar waren um den Raum möglichst effektiv zu nutzen und worauf sonst noch alles zu achten war. Eine kleine aber interessant Wissenschaft für sich, welche meiner Meinung nach aber für Jeden meisterbar ist.

Mittlerweile hatten wir Dezember und es war an der Zeit die Abteilung zu wechseln. Es ging in den ersten kaufmännischen Bereich. Die Containerabfertigung. Dort wurde mir gezeigt wie es im Hintergrund abläuft und ich lernte das Warenwirtschaftssystem kennen.

Gestaute Container tauchten im System auf, welche den jeweiligen Binnenschiffen die bei uns anlegten zugeteilt wurden. Für Container, die in die ganze Welt verschifft werden, benötigt man auch Zollpapiere. Diese wurden von uns über das Zollsystem „Atlas“ angefordert in dem wir die Container in das System eingepflegt haben. Wurde die Ware per Straße transportiert, war es meine Aufgabe die nötigen Warenbegleitpapiere zu erstellen.

Auch diese Abteilung hat mir sehr viel Spaß gemacht und es war sehr interessant die Hintergründe kennenzulernen.

Kommen wir zur nächsten Station, in welcher ich mich aktuell immer noch befinde. Dem Backoffice.

Dort besteht meine Hauptaufgabe darin, die Vorlaufplanung und Zuteilung von Transportaufträgen für die rechtzeitige Containergestellung an die jeweiligen Vorlaufspediteure zu organisieren. Wir koordinieren nicht nur den Warenausgang hier bei uns in Wesel, sondern auch teilweise den der anderen Sappi-Standorte. Stockstadt, Alfeld und Ehingen in Deutschland, Gratkorn in Österreich, Maastricht in den Niederlanden, Lanaken in Belgien und Kirkniemi in Finnland.

Aufgaben mit viel Verantwortung, an der man als Auszubildener wächst. Natürlich werde ich bei Fragen oder Unklarheiten vom Team unterstützt. Dies gilt für alle meiner bisher durchlaufenden Abteilungen. Das Arbeitsklima ist generell sehr locker und familiär und ich fühlte mich vom ersten Tag an voll integriert.

Nach einem Jahr lässt sich für mich nur sagen, dass es die richtige Entscheidung war meine Ausbildung bei der SLW zu beginnen. Ich bin froh Teil des Teams sein zu dürfen, habe viel gelernt und freue mich schon auf die kommenden Aufgaben.

Bis dann Leute.

Gruß Maik