Hallo zusammen!

Heute möchte ich euch kurz vorstellen, wie mein Berufsschulunterricht (am Berufskolleg Wesel) abläuft, welche Fächer unterrichtet werden und welche Inhalte hinter Begriffen wie „BPRO“ und „GPRO“ stecken.

BPRO steht für „Büroprozesse“ und ist zweigeteilt in ein praktisches Fach und ein theoretisches Fach. Im praktischen Teil, der Textverarbeitung, erstellen wir diverse Schriftstücke in Word sowie PowerPoint-Präsentationen. Hierbei arbeiten wir sehr selbstständig, während die Lehrerin reihum geht und (falls nötig) Hilfestellung gibt. Einige Beispiele für die erstellten Dokumente wären interne und externe Emails oder verschiedene Anschriftenfelder. Wir lernen hier aber natürlich auch viel über die Programme Word, Excel und PowerPoint selbst.

Im theoretischen Teil von BPRO arbeiten wir häufig in Partnerarbeit und mit einem speziellen Arbeitsheft. Wichtige Themen sind z.B. die Unterscheidung der unterschiedlichen Bürotypen und deren Einrichtungsvorschriften, aber auch Probleme und Regeln rund um Kaufverträge.

GPRO ist die Kurzform für „Geschäftsprozesse“ und auch hier gibt es wieder zwei Fächer. Der praktische Teil – die Tabellenkalkulation – ist sozusagen das Gegenstück zur Textverarbeitung, nur dass wir uns hier größtenteils mit Excel befassen. Wir lernen hier verschiedenste Funktionen kennen, mit denen man dann Berechnungen in Excel durchführen kann, z.B. die „Wenn-Funktion“ und den „S-Verweis“, aber natürlich auch simple Rechenfunktionen. Zwar arbeitet jeder Schüler am eigenen Computer, aber wir dürfen uns immer mit unseren Nachbarn besprechen und gegenseitig helfen. J

Ähnlich wie in BPRO TH findet in GPRO TH viel Partnerarbeit statt, manchmal machen wir aber auch Gruppenarbeit und stellen einander die Ergebnisse dann vor. Thematisch geht es (wie der Name schon sagt) um alle möglichen Geschäftsprozesse, deren Ablauf, Rahmenbedingungen und mögliche Störungen. Hier ein paar Beispiele: Wir haben gelernt, wie Kaufverträge überhaupt zustande kommen, was der Unterschied zwischen Anfechtbarkeit und Nichtigkeit ist und welche Vertragsarten es geben kann.

Mein letztes Fach im ersten Lehrjahr ist Deutsch – dies wechselt im nächsten Jahr, sodass meine jetzige Deutschnote auch auf dem Abschlusszeugnis stehen wird. Inhaltlich kann man sich den Unterricht so vorstellen wie in der „normalen“ Schule auch. Je nach Thema arbeiten wir allein oder in kleinen Gruppen, erstellen z.B. kurze Präsentationen oder halten Referate. Eine längere Unterrichtseinheit befasste sich übrigens mit dem Thema Kommunikation und was alles schief gehen kann.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Fächer alle miteinander verknüpft sind und inhaltlich oft aufeinander aufbauen. Dadurch lernt man nicht nur schneller, das Ganze wird auch viel einprägsamer, da vieles wiederholt oder erweitert erklärt wird!

Viele Grüße, eure Kati